e-Journal für wissenschaftliche Rezensionen des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien
Die Lektüre von Marten Weises Monografie Dialog als Denkfigur setzt ein Denken 'nach dem Fall' voraus, eine Bereitschaft, dramentheoretisch orientierte, stabile Begriffsbildungen in der Theaterwissenschaft kritisch zu hinterfragen, sogar brüchig werd...
Bei der im vergangenen Jahr im Berliner Neofelis-Verlag erschienenen Studie Unzeit. Widerständige Zeitlichkeiten in Performance, Kunst, Theorie handelt es sich um die bearbeitete Fassung der bereits 2020 abgeschlossenen, 2021 mit dem WISAG-Preis der...
Man kann sich Eduard Devrient richtig dabei vorstellen, wie er 'sein' Theater leitet – wie er Dramen liest und einrichtet, mit dem Ensemble probt, Kostüme inspiziert und mit dem Hof über die Ausgestaltung seiner Tätigkeit verhandelt. Der große Schaus...
Die großen Theaternationen schreiben die Theatergeschichte Europas und die kleineren Länder sind dankbar, wenn sie darin vorkommen. Sie können nationale Theatergeschichten kreieren und deren Autorinnen oder Autoren werden geadelt, indem sie zu europä...
Im Jahr 2023 ein theater- und tanzwissenschaftliches Handbuch erscheinen zu lassen, ließe sich als ein etwas fragwürdiges Unterfangen bezeichnen. Als Publikationsgenre, das – so das grundlegende Paradox – das Wissen einer Disziplin oder eines Felds z...
In recent years, theatre scholars at German-speaking universities have shown increasing interest in rethinking methods and methodologies, which is demonstrated by the publication of two edited volumes in 2020. (Balme/Szymanski-Düll 2020, Wihstutz/Hoe...
Ernst Lubitsch wurde lange Zeit in der Filmwissenschaft vernachlässigt. Ein Hollywood-Studioregisseur hat es gewohnheitsmäßig schwerer als markanter Auteur wahrgenommen zu werden. Doch auch das frühe deutsche Werk des späteren Emigranten wollte nicht...
In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der soziale Bindungen durch Plattformlogiken, mobile Interfaces und algorithmische Kommunikation geprägt sind, wird Einsamkeit zur unterschwelligen Grundmelodie des Alltags. Als eine der einflussreichsten m...
Wer sich vor Augen führt, dass Europas größter Ölproduzent Norwegen seine Industrie bis jetzt weder in Filmen noch in Serien behandelt hat, kommt, wie Julia Leyda, nicht umhin, zu fragen: "Where was their Dallas[?]" (S. 1). Diese Frage entwickelt sie...
Bereits 2008, zur Zeit des von Apple ausgelösten Smartphone-Booms, entwickelte der italienisch-US-amerikanische Filmtheoretiker Francesco Casetti die Idee der "safe bubble" (Casetti 2008, S. 11) – einer imaginären Blase, die Rezipierende mobiler Scre...
Manchmal dauert es ein wenig. Im Jahr 2000 beendete Bill Routt, frisch pensionierter Filmwissenschafts-Professor in Melbourne, seine aufgeregte Rezension von Nicole Brenez' De la figure en général et du corps en particulier: l'invention figurative au...
Der/die Vampir*in als Gegenbild zu gesellschaftlichen Normvorstellungen ist die Prämisse für Denise Labahns Dissertation Queere Fanfictions – Queere Utopien? Hetero- und Homonormativität in Fanfictions zu US-Vampir-Serien. Die Vampir*innen findet sie...
In den Publikationen Diffraktionsereignisse der Gegenwart (2022) von Alisa Kronberger und Wasserprotokolle (2024) von Marie Aline Klinger dient der Begriff der Diffraktion als Grundlage für eine explorative Auseinandersetzung mit feministischen und m...
Considering her ubiquitous presence in modern-day political discourse and activism, in popular (media) culture and recent scholarly work, it’s fair to say that the witch is having a moment. An almost-archetypical yet deeply ambigue figure, the witch...
Etwas Neues im Alten zu finden – mit dieser Aufgabe konfrontiert sich die Kunsthistorikerin Annie Bourneuf in ihrem neuen Buch über Paul Klees Aquarell Angelus Novus. Das Bild, das Klee im Jahr 1920 fertigstellte und das bereits im selben Jahr von W...
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